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Details ayurvedische Massage

Die ayurvedische Massage entstammt der indischen Heiltradition. Das bekannteste Merkmal dieser Massageform ist der großzügige Einsatz von Massageöl. Es gibt die Möglichkeit der Ganzkörper-Öl-Massage, der Bein- und Fußmassage und des Kopfgusses. „Ayurveda“ bedeutet „Wissen vom Leben“ und beinhaltet mehrere Therapieverfahren, um einen umfassenden Heilungsprozess in Gang zu setzen.

Massagen dienen nicht nur der Entspannung, sondern auch der Heilung. Zwar wird in unserer Gesellschaft das Augenmerk auf Wellness und Entspannung gerichtet, aber in anderen Kulturkreisen haben die Massagen noch immer jene Bedeutung, die sie schon vor hunderten von Jahren hatten. Die aus Indien stammende ayurvedische Massage ist Teil eines Konzepts, in welchem Philosophie und kollektive Erfahrungen über Körper, Geist, Seele, Gesundheit und Krankheit die Grundlage für Heilanwendungen sind.

Ayurveda – Das Wissen vom Leben

„Ayurveda“ kann mit „Wissen vom Leben“ übersetzt werden. Sinngemäß kann man aber auch von „Lebensweisheit“ oder „Lebenswissenschaft“ sprechen. Der Kern dieser Tradition ist die Frage nach dem guten Leben, die nur im Zusammenhang mit der körperlichen Verfassung eines Menschen beantwortet werden kann. Da man in Indien schon früh die Zusammenhänge zwischen Lebenswandel und Gesundheit erkannt hat, wurden Therapiekonzepte entworfen, mit denen versucht wurde, den Patienten auf ganzheitliche Weise zu helfen. Statt nur Symptome oder Krankheitsbilder zu lindern, geht es bei diesen Therapien immer um genaue Ursachenforschung und die Veränderung bestimmter Bedingungen, die zu Krankheiten führen. Dazu gehören neben dem Lebensumfeld vor allem physische, mentale, emotionale und spirituelle Aspekte.

Um auf diese Aspekte therapeutisch einwirken zu können, gibt es im Ayurveda neben den Massagen auch Reinigungstechniken, Ernährungslehre, spirituelles Yoga und die Anwendung von Heilpflanzen. Gemäß der Ayurveda-Lehre gibt es drei Lebensenergien, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Ein traditioneller indischer Arzt ermittelt dieses Verhältnis und definiert ein Optimalverhältnis, welches durch die Therapieanwendungen erreicht werden soll.

Die ayurvedische Massage von Kopf bis Fuss

Die Abhyanga ist eine Form der ayurvedischen Massage, die in der westlichen Welt als „Die große Einölung“ bekannt ist. „Abhyanga“ und „ayurvedische Massage“ werden oftmals synonym verwendet, wobei die Abhyanga-Massage nur eine Unterform der ayurvedischen Massage darstellt. Die intensive Anwendung von Öl dient zwei Zwecken. Zum einen bewirkt das Öl eine tiefe Entspannung, zum zweiten hilft es der Masseurin bzw. dem Masseur die Massagetechniken flüssig auszuführen. Weil Ayurveda der Gesundheit dient, haben auch die Öl-Massagen eine heilsame Wirkung. Wer sie regelmäßig anwendet, bekommt klarere Augen, eine reine Haut, ein starkes Nervensystem und ein jüngeres Aussehen. Abhyanga ist eine Vitalisierung des gesamten Menschen. Nur einige der positiven Wirkungen sind: eine glatte, geschmeidige und resistente Haut, die Kräftigung des Gewebes, die Entspannung der Muskulatur, die Behebung von Schlafstörungen, Stressabbau, die Freilegung von Emotionen, ein gesteigerter Lymphfluss, Entgiftung und Bewusstheit. „Bewusstheit“ meint hier vor allem ein neues Körpergefühl und eine sensiblere Beobachtung sich selbst gegenüber, um rechtzeitig krankheitsverursachende Faktoren erkennen zu können.

Bei der ayurvedischen Massage gibt es unterschiedliche Anwendungen. Neben der klassischen Ganzkörpermassage gibt es Gesichtsmassagen, Bauchmassagen, Fußmassagen und Synchron-Massagen, bei denen zwei Masseurinnen bzw. Masseure aktiv sind. Eine weitere – besondere – Form ist der sogenannte Shirodhara, der Kopfguss oder Stirnölguss. Dabei fließt erwärmtes mit Kräutern versetztes Öl aus ca. 10 cm Entfernung auf die Stirn der Kundin bzw. des Kunden. Die volle Wirkung wird dadurch entfaltet, dass das Öl nicht einfach geschüttet, sondern kontinuierlich gegossen wird. Weil bei der Abhyanga viel Öl verwendet wird, wird auf die Auswahl der Öle großen Wert gelegt. Meist handelt es sich um spezielle Massageöle, die Kräuterextrakte enthalten. Je nach zu erzielender Wirkung wird ein bestimmtes Öl verwendet. Während es in der westlichen Gesellschaft vor allem um die entspannende Wirkung der Öle geht, spielt in der indischen Heilkunst die Auswahl des Öls eine noch entscheidendere Rolle, denn jedes Öl hat eine ganz bestimmte Wirkung auf den Körper und kann so ganz bestimmte Prozesse auslösen. Sesamöl gilt beispielsweise als tiefeindringend, wurmabtötend und porenreinigend. Im Wellness-Bereich spielen solche Zuschreibungen jedoch keine Rolle. Da geht es vorrangig um die Auswahl eines Öls, welches die Kundin bzw. der Kunde als besonders wohltuend erfährt.